Yin Yoga — die sanfte Art, Yoga zu praktizieren

Yin Yoga ist die per­fek­te Ergänzung zum Ash­tan­ga Yoga. Und in unserem Yoga Stu­dio in Dres­den auch eine Alter­na­tive für die, die etwas Ruhigeres suchen.

Vielle­icht ist Dir das Ash­tan­ga Yoga zu sportlich oder Du willst erst­mal mit ein­er etwas ruhigeren Yogaart begin­nen. Dann ist das Yin Yoga eine tolle Alter­na­tive. Vielle­icht lieb­st Du die Dynamik des Ash­tan­ga Yoga, würdest aber auch gern mal länger in Posi­tio­nen bleiben. Dann ist Yin Yoga eine tolle Ergänzung.

Yin Yoga wird vor­wiegend im Sitzen und Liegen prak­tiziert. Im Unter­schied zu den Yang-Stilen wer­den die einzel­nen Posi­tio­nen länger und mit entspan­nten Muskeln gehal­ten. Die Dehnun­gen sind pas­siv, d.h. wir nutzen das Gewicht des Kör­pers, nicht die jew­eili­gen Gegen­spiel­er der Muskeln für die Dehnun­gen. Dafür benutzen wir in der Regel Hil­f­s­mit­tel, wie Gurte, Bol­ster, Yogak­lötze oder Deck­en (→Anfängerkurse).

Yin Yoga - die sanfte Art Yoga zu üben.

Gemessen an der Flut von Veröf­fentlichun­gen, ist Yin Yoga eine der z.Z. ange­sagtesten Yog­a­rich­tun­gen. Eine san­fte Prax­is, regener­ierend und entspan­nend. Der US-Amerikan­er Bryan Kest, Erfind­er des Pow­er Yoga (ein dem Ash­tan­ga Yoga ver­wandter Yang-Stil), nen­nt seine Yin Yoga-Stun­den kurz  LDS: long, deep, slow.

Training für die Faszien

Im Yin Yoga geht es vor allem um die Stim­u­la­tion von Kapseln, Bän­dern und Bindegewebe, weniger um die Kräf­ti­gung und Dehnung von Muskeln. Dieses Gewebe (neudeutsch: Faszien) zieht sich wie ein Spin­nen­netz durch den ganzen Kör­p­er, umhüllt Muskeln, Knochen, Gelenke und Organe und verbindet — wie die alte Beze­ich­nung sagt — alles miteinan­der. Ener­getisch gese­hen, stim­uliert Yin Yoga die Merid­i­ane und bringt dadurch das Qi, unsere Lebensen­ergie, wieder ins Fließen.

Ergeb­nis: Der Kör­p­er fühlt sich nach dem Train­ing leichter und beweglich­er an.

Genau wie Muskeln kön­nen Faszien Emo­tio­nen und Stress spe­ich­ern und dabei verkleben und ver­filzen. Yin Yoga bringt die Fasern wieder ins Gleit­en, baut Stress und Verspan­nun­gen wieder ab. Allerd­ings sind Faszien weniger elastisch als Muskeln und benöti­gen einen größeren Reiz. Deshalb wer­den die einzel­nen Posi­tio­nen im Yin Yoga länger gehal­ten, typ­is­cher­weise für zwei oder mehr Minuten.

Eine sanfte Praxis

Mehrere Minuten in ein­er Posi­tion zu ver­weilen, kann für den Geist ziem­lich her­aus­fordernd sein. Anders als im Ash­tan­ga Yoga, wo wir nur auf das Geräusch des Atems hören, nutzen wir im Yin Yoga gele­gentlich auch Musik, um die Aufmerk­samkeit zu fokussieren. Wegen sein­er beruhi­gen­den Wirkung, eignet sich diese Art Yoga auch bestens für die späteren Abend­stun­den (→Kurszeit­en).

Neuer Name, alte Prax­is. Yin Yoga hat seine Wurzeln im chi­ne­sis­chen Dao­is­mus und der Tra­di­tionellen Chi­ne­sis­chen Medi­zin (TCM), wurde Mitte der 1980er Jahre von Paulie Zink “wieder­ent­deckt” — und von Paul Gril­ley und Sarah Pow­ers weit­er entwick­elt. Nach dem anfänglichen Boom der Yang-Stile erfreut sich das Yin Yoga seit ein paar Jahren zunehmender Pop­u­lar­ität.