13. Februar 2019

5 Gründe, Yoga zu üben

Yoga schafft Raum. Zwis­chen den Gedanken — im Geist. Und zwis­chen den Knochen — im Kör­p­er, in den Gelenken. Ergeb­nis: ein Gefühl von mehr Weite. Das ist für mich der wichtig­ste Grund, Yoga zu üben.

Wozu Yoga? Yoga schafft Raum!

Ursprünglich ist Yoga ein spir­itueller Weg. Eine psy­chol­o­gis­che Diszi­plin. Es geht um die Funk­tion­sweise des Geistes — und darum, ob sich die verän­dern lässt. Um Fra­gen wie: Wer bin ich? Wer oder was ist dieses “Ich”? Über Gen­er­a­tio­nen hin­weg ent­stand daraus nach und nach ein Sys­tem, das im Kern bis heute erhal­ten ist.

Was suchst Du?

Aber vielle­icht inter­essieren Dich diese Fra­gen gar nicht. Vielle­icht suchst Du ein­fach nur Entspan­nung. Willst mehr Kraft und Beweglichkeit. Was gegen Deine Rück­en­schmerzen tun. Yoga holt Dich da ab, wo Du ger­ade bist.

Hatha Yoga, zu dem auch Ash­tan­ga Vinyasa und Yin Yoga zählen, stellt den Kör­p­er und seine Energien in den Mit­telpunkt der Prax­is. „Yoga“ bedeutet ety­mol­o­gisch, dem Wortsinn nach, sich zu verbinden. Das mag zunächst nur den Kör­p­er betr­e­f­fen — viele von uns haben ja das Gefühl, nur in ihrem Kopf zu sein. Vielle­icht führt es aber auch dahin, sich anderen Dimen­sio­nen gegenüber zu öff­nen.

Probier’s aus!

Yoga ist dabei rein erfahrungswis­senschaftlich ori­en­tiert und mit jed­er Weltan­schau­ung vere­in­bar. Mit oder ohne Gott. Das „Om“ und andere Mantras, die oft am Anfang ein­er Yogas­tunde ste­hen, wollen uns lediglich an die lange Tra­di­tion und den spir­ituellen Kern des Yoga erin­nern. Trotz­dem kann nicht jed­er etwas mit diesen Mantras anfan­gen — und das ist auch gar nicht notwendig.

Yoga ist nicht nur das Train­ing auf der Mat­te. Yoga ist eine All­t­agsprax­is. Es geht um den Umgang mit anderen, “yama”, und um den Umgang mit sich selb­st, “niya­ma”. Das sind die ersten zwei Glieder des acht­fachen Yoga des Patan­jali (“Ash­tan­ga Yoga”). „Ahim­sa“ z.B. bedeutet Gewalt­frei­heit und ist eines dieser Prinzip­i­en. Aber was das konkret heißt, ob das so weit geht, generell keine Tiere mehr zu töten oder kein Fleisch zu essen, musst Du selb­st entschei­den.

Yoga ken­nt viele Wege. In den 3000 Jahren seines Beste­hens hat er sich ständig weit­er­en­twick­elt. Die Vielzahl von Tra­di­tio­nen und Rich­tun­gen kann ziem­lich ver­wirrend sein. Da hil­ft nur eins: umse­hen und aus­pro­bieren! Let­ztlich geht es darum, in der Vielzahl der Ange­bote das zu find­en, was zu einem selb­st am besten passt.